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Gemeinsames Lagezentrum See (GLZ-See) -
Seeraumüberwachung, Gefahrenabwehr und
Unfallmanagement durch Bund und
Küstenländer rund um die Uhr.

Netzwerk MSZ

Die Organisation einer Küstenwache ist abhängig von vielen Faktoren und Bedingungen: die kompetente Wahrnehmung von den verschiedensten Küstenwachfunktionen im Alltag, eine stringente Führung und Befehlsgewalt in besonderen Lagen, Beachtung föderaler Strukturen und Erfordernisse - um nur einige zu nennen.

Die fachlich geeignete und politisch gewollte Konzeption des MSZ ist die eines "optimierten Netzwerks". Das Netzwerk MSZ garantiert die Erledigung verschiedenartiger Fachaufgaben durch dafür besonders befähigte Experten und ist flexibel im Hinblick auf Erweiterungen und Anpassungen an aktuelle (nationale und internationale) Entwicklungen. Es erreicht die aufgrund der veränderten Sicherheitslage definierten politischen und fachlichen Ziele auf der Basis des geltenden Rechts unter Wahrung der Ressortzuständigkeiten und der Aufgabenzuweisung zwischen Bund und Ländern.

Europaweit wird das Netzwerk MSZ als gelungenes Beispiel integrativer Meerespolitik und verwirklichter Subsidiarität wahrgenommen und als Blaupause für die Koordinierung verschiedenster Küstenwachaktivitäten gesehen.

Das Netzwerk MSZ vereinbart föderale Notwendigkeiten mit fachlichen Überlegungen und optimiert den weltweit anerkannt hohen Qualitätsstandard des Havariekommandos, der Wasserschutzpolizeileitstelle und des Küstenwachverbundes durch intensive Zusammenarbeit und räumliche Zusammenführung der Einsatzleitstellen.

Gemeinsames Lagezentrum See (GLZ-See)

Gemeinsames Lagezentrum See und die Partner MSZ GrafikQuelle: VL-MSZ


Der operative Kern des Maritimen Sicherheitszentrums ist das Gemeinsame Lagezentrum See (GLZ-See). Eine flexible und schlagkräftige Organisation, die für die Seeraumüberwachung, zur Verbesserung der Gefahrenabwehr und des Unfallmanagements zuständig ist.

Im GLZ-See arbeiten die operativen Einheiten des Bundes und der fünf Küstenländer in der Struktur eines optimierten Netzwerkes zusammen:

  • die Bundespolizei
  • der Zoll
  • die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
  • die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  • die Deutsche Marine
  • die Wasserschutzpolizei der fünf Küstenländer und
  • das Havariekommando

Die Wachhabenden, derzeit 11 Beschäftigte, versehen rund um die Uhr (24 Stunden / 7 Tage die Woche / 365 Tage im Jahr) ihren Dienst im GLZ-See. Insgesamt sind dort rund 70 Beschäftigte im Schichtwechsel tätig.

Gemeinsam sind sie für die maritime Sicherheit („Safety“ und „Security“) zuständig. Hier gehen die für maritime Sicherheit erforderlichen Informationen unterschiedlicher Dienststellen ein, werden bewertet, weitergeleitet und an zuständiger Stelle bearbeitet. Die Zusammenarbeit funktioniert unter Berücksichtigung der föderalen Strukturen der Bundesrepublik Deutschland und unter Beibehaltung der jeweiligen Zuständigkeiten aller Partner sehr gut.

Der optimierte Alltagsbetrieb dient gleichzeitig als Plattform für ein reibungsloses Aufwachsen in die besondere Aufbauorganisation im Falle einer Sonderlage. Die Einsätze werden unter der Führung der jeweils zuständigen Behörde abgewickelt.

Die Einrichtungen im GLZ-See

Im GLZ-See werden die dargestellten Einrichtungen der Partner räumlich zusammen geführt:

Einrichtungen im GLZ-See Einrichtungen im GLZ-SeeEinrichtungen im GLZ-See Quelle: VL-MSZ

  • die Bundesleitstelle (Bundespolizei, Zoll, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung
  • die Leitstelle der Wasserschutzpolizeien der Küstenländer
  • das Maritime Lagezentrum des Havariekommandos
  • die Kontaktstelle der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und
  • der Lagebereich des Verbindungselementes der Deutschen Marine

Koordinator GLZ-See

Im täglichen Dienstbetrieb sorgt ein Koordinator für das reibungslose Miteinander. Die Besetzung dieser Position rotiert im jährlichen Wechsel zwischen einem Beschäftigten des Bundes, der Länder oder des Havariekommandos.

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