GSB 7.1 Standardlösung

Einsatzgebiet

Seerechtliche Zonen

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Küstenstaat im Sinne des Seerechtsübereinkommens (SRÜ) der Vereinten Nationen. Dieses Übereinkommen unterteilt die Gewässer in unterschiedliche seerechtliche Zonen.
In der Grafik sind diese einzelnen Zonen dargestellt: Der Meeresstreifen, der an die Landfläche eines Küstenstaates grenzt, wird als „Küstenmeer“ bezeichnet. Dieses Gebiet endet, von der Küste aus gemessen, nach 12 Seemeilen, was etwa 22 Kilometern entspricht. Hier besitzt der Küstenstaat die vollen Hoheitsrechte.
Direkt an das Küstenmeer grenzt die AWZ an, die auch als internationales Gewässer bezeichnet wird. Dieses Gebiet umfasst vom Land ausgehend, 200 Seemeilen, d.h. ungefähr 370 Kilometer. Hier besitzt der Küstenstaat in begrenztem Umfang souveräne Rechte. Dazu zählt insbesondere das alleinige Recht der wirtschaftlichen Nutzung der natürlichen Ressourcen. So werden beispielsweise in der AWZ Offshore Windparks zur Stromerzeugung errichtet und es wird Fischerei betrieben.
Die Seegebiete, die keinem Küstenmeer und keiner AWZ angehören, werden als Hohe See bezeichnet. Diese Gebiete sind frei von der Ausübung jeglicher staatlicher Hoheitsgewalt, sie unterliegen aber den völkerrechtlichen Bestimmungen des Seerechtsübereinkommens.

Die Grafik zeigt die verschiedenen seerechtlichen Zonen. Abgebildet ist Land und Wasser. Den Wasserbereich unterscheidet man zwischen Nationale und Internationale Gewässern. Seerechtliche Zonen Darstellung der seerechtlichen Zonen gemäß Seerechtsübereinkommen | Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie

Einsatzgebiet

Die räumliche Ausdehnung des Zuständigkeitsbereichs des Gemeinsamen Lagezentrums See (GLZ-See) als gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer umfasst - nach § 3 (1) der Verwaltungsvereinbarung für ein Maritimes Sicherheitszentrum - die Zusammenarbeit:

  1. in der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland;
  2. auf den Seewasserstraßen im Sinne des § 1 Abs. 2 Satz 1 des Bundeswasserstraßengesetzes;
  3. auf den Seeschifffahrtsstraßen Elbe (mit Ausnahme des Delegationsgebietes Hamburg), Nord-Ostsee-Kanal, Trave, Warnow und Weser nach der Seeschifffahrtsstraßenordnung sowie auf der Ems gemäß § 1 der Verordnung zur Einführung der Schifffahrtsordnung Emsmündung.

Insgesamt beläuft sich der räumliche Geltungsbereich in der Nord- und Ostsee auf ca. 24.000 km2 Küstenmeere und auf 33.000 km2 AWZ, insgesamt 57.000 km2 Wasserfläche. (Quelle: BSH)

Eine speziell für die Partner erstellte Karte des Einsatzgebietes in dem vielen Details versteckt sind, wie z.B. Zuständigkeitsgebiete, geplante Offshore-Windparks uvm. Einsatzgebiet in Nord- und Ostsee Darstellung des gesamten Einsatzgebietes in Nord- und Ostsee (2017). | Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie

Schifffahrtsstraßenkarte für Nord- und Ostsee Schifffahrtsstraßenkarte Darstellung der Seeschifffahrtsstraßen im deutschen Hoheitsgebiet (Stand 2007). | Quelle: WSV



Die Zahl der Schiffsbewegungen belaufen sich pro Jahr auf fast 600.000 in Nord- und Ostsee.

Grafische Darstellung der Nordsee. In die Seekarte sind die Wege der Schiffe innerhalb des Gebietes eingezeichnet. Pfeile mit Zahlen, wie viele Schiffsbewegen in den verschiedenen Verkehrstrennungsgebieten gelistet worden sind. Schiffsbewegungen Nordsee Darstellung der Verkehrsströme in der Nordsee (Stand 2019): insgesamt 259.000 Schiffsbewegungen. | Quelle: Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Grafische Darstellung der Ostsee. In die Seekarte sind die Wege der Schiffe innerhalb des Gebietes eingezeichnet. Pfeile mit Zahlen, wie viele Schiffsbewegen in den verschiedenen Verkehrstrennungsgebieten gelistet worden sind. Schiffsbewegungen Nordsee Darstellung der Verkehrsströme in der Ostsee (Stand 2019): insgesamt 327.000 Schiffsbewegungen. | Quelle: Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

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